Literatur / Medien

Ulrich Sander
Mörderisches Finale
NS-Verbrechen bei Kriegsende

Wikipedia über
Verbrechen in der Kriegs-Endphase

Ulrich Sander (Hg.)
Von Arisierung bis Zwangsarbeit –
Verbrechen der Wirtschaft an Rhein und Ruhr 1933 bis 1945

Zum Beispiel Krupp. Der Konzern habe sich stets um einen humanen Kapitalismus bemüht, berichtete das Fernsehen zum 200jährigen Firmenjubiläum. Ob da auch an die zwölf Jahre nach 1933 gedacht war? Das letzte Tabu sei gebrochen, hatte es mit Blick auf die verdienstvolle Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht“ geheißen. Aber „blinde Flecken“ blieben trotzdem. So in einem Bereich, der weniger lautstark diskutiert wird, jedoch mindestens ebenso wichtig war für die Funktionsweise der faschistischen Herrschaft in Deutschland wie die Wehrmacht: Die Rolle von Wirtschaftsführern und Unternehmen bei faschistischen Planungen für Krieg und Massenmord, als Akteure und insbesondere als Profiteure. Das Buch stützt sich auf selbstrecherchiertes Material von Geschichtswerkstätten und VVN-BdA, um an Verbrechen der wirtschaftlichen Eliten an Rhein und Ruhr zu erinnern: Von Abs bis Zangen, von Flick bis Quandt, von IG Farben bis Oetker-Pudding, von Arisierung bis Zwangsarbeit. Und auch Krupp wird nicht vergessen.
Neue Kleine Bibliothek 178, ca. 346 Seiten mit zahlr. s/w-Abb.
EUR ca. 16,90 [D] / EUR 17,50 [A] / SFR 24,90
ISBN 978-3-89438-489-0

Hans Frankenthal (Schmallenberg und Dortmund)
Verweigerte Rückkehr
soeben in einer neuen Auflage erschienen